,,Das  Braunkohlenlager von Scoplau zeichnet sich durch Mächtigkeit, Ausdehnung und besondere  Güte  der  Kohle vor  allen  Lagern  der  Umgegend   aus . Auf dem Königlichen Werke  ist  es  bis  14  Ellen  mächtig .”  -Geologe , Carl  Friedrich  Naumann,1836.

Über Jahrzehnte lang war sie eine Buckelpiste und eigentlich unpassierbar – die kleine Straße von der Haarnadelkurve in das Dorf hinein. Ein Sperrschild stand, Skoplau war eigentlich nur aus Richtung Podelwitz zu erreichen. An einigen Stellen blieben  allerdings noch Königlich-sächsische Meilensteine stehen . Doch 2013 wird  die alte Staatsstraße  grundhaft  ausgebaut die seit 1978 gesperrt war. Die neue Trasse führt von der  Colditzer  Region bis zur  Autobahn-Anschlussstelle Leisnig . Bereits  1996 wurde bei  Bauarbeiten  ein seltener Töpferofen aus dem 14. Jahrhundert  entdeckt, der noch teilweise erhalten ist.  

 

Die landwirtschaftlichen Fahrzeuge passieren die Straße mehrmals täglich. Getreide und Raps werden rundum Skoplau nach wie vor angebaut. Auch die Tierhaltung ist in Skoplau nach wie vor präsent. Es gibt jeweils einen großen Schweinemast- und Milchviehstall. Ein Bauernhof existiert noch in der Dorfmitte, die größtenteils aus  Dreiseiten und Vierseitenhöfen  besteht, mit   zum Teil aus Mitteldeutsch-fränkischen  Fachwerkgefüge . Der Gemeindebrunnen   und  die  Streuobstwiesen  sowie der    Dorfteich  grenzen  an  ein   Naturschutzgebiet . 

 

 

Skoplau war auch noch für den Ton- und Lehmabbau bekannt. Zur DDR-Zeit existierte eine riesige Grube samt Förderturm neben dem Dorf. Der minderwertige Ton wurde dabei mit Pferdegespannen in die Schamottefabriken nach Colditz und Tanndorf gebracht. Der bessere Ton fand Verwendung in Porzellanfabriken und wurde unter anderem nach Meißen und sogar Schweden ausgeliefert.Der Ton wurde auch mit einer 1901  errichteten Drahtseilbahn  und  später  mit sechs Laster  täglich  aus  dem Abbaugebiet befördert.  Heute ist daraus ein Fuhrunternehmen geworden. Außerdem gab es bei Skoplau  Steinbrüche und mehrere  Lehmgruben,  zudem wurden rund um Skoplau 1697 erste Braunkohleflöze entdeckt, die dann ab 1808 durch ein königliches Werk abgebaut wurden. Im Jahr 1826 schauten sogar die damaligen sächsischen Herzoge Friedrich und Johann Untertage vorbei. Dabei ging es teilweise  bis zu 26 Meter tief unter die Erde. Die Gruben sind inzwischen wieder verfüllt. Zwischenzeitlich lud zu DDR-Zeiten eine ehemalige  Tongrube  zum Baden ein.

 

Doch die Geschichte von   Skoplau geht aus Schriftquellen  noch weiter zurück. Bereits 1265 gab es einen Herrensitz. Als Gründer des Dorfes gilt der Ritter ,,Conradus de Zcopolowe” , der  auf einer rechteckigen  Wallanlage hausierte.

 

Heute bieten sich rund um Skoplau vor allem Ausflüge mit dem Rad und zu Fuß an, durch den  Ziegengrund  in Richtung Commichau . Östlich  von Skoplau bietet eine Wanderung  sich an zur  ehemaligen  Zöllnersmühle  im  Schanzenbachtal mit Mühlenteich ,Giksmutter ,,einer  Felspartie von Leisniger Quarzporphyr mit plattiger Absonderung . Der Wanderweg führt weiter zur  Leitenmühle , die jetzt ein Ausflugslokal ist . Hier hoffen die Anwohner, dass Skoplau nach dem Straßenbau auch touristisch erschlossen wird. Die archäologischen und historischen Funde sollen dabei helfen.

 

Quelle, Bilder und Text von Hermann Muschter und Robin Seidler


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